Der Mensch besteht aus zwei Welten!
Die eine führt nach außen und die andere führt nach innen. Und auf diese ungeheure Zweiteilung gehen alle(?) Probleme der Welt zurück. Es handelt sich hierbei nicht um einen einfachen Dualismus, denn wir können nie beide Welten gleichzeitig wahrnehmen. Wenn wir die eine sehen, verschwindet die andere. Hier ein einfaches Beispiel, um das Gesagte zu veranschaulichen.
Was sehen Sie auf dem oberen Bild?
Wenn Sie sich entschieden haben, was Sie im oberen Bild sehen, dann klicken Sie bitte mit der Maus auf das obere Bild.
Die obere Schwarz-Weiß-Zeichnung lässt Sie entweder ein junges Mädchen (Prinzessin) oder eine alte Frau erkennen. Aber Sie können jede immer nur für sich erkennen. Wenn Sie die obere Schwarz-Weiß-Zeichnung - durch anklicken mit der Maus - um 180° drehen, findet plötzlich eine seltsame Veränderung statt: das junge Mädchen (Prinzessin) ist verschwunden und Sie haben eine alte Frau vor sich - und umgekehrt. Beide bestehen aus denselben Linien, aber beide zusammen bekommen Sie nie zu sehen. Das ist unmöglich.
Wir alle wählen nur den halben Menschen - leben nur in einer Welt!
Das Offensichtliche: Bisher haben wir nur "halbherzig" gelebt - sind einseitig geblieben, d.h. nie ganzheitlich gewesen. Entweder sind wir körperorientiert (materiell) oder seelenorientiert (spirituell), aktiv oder passiv, Rechtshänder oder Linkshänder, diszipliniert oder spontan, extrovertiert oder introvertiert, weltlich oder göttlich ...; doch wir Menschen sind beides zugleich, sowohl eine große Ausgewogenheit zwischen beidem als auch jenseits von beidem.
Wir sind ein einziger, unteilbarer Mensch (integral). Das ist das Wesentliche; wer aus dieser Erfahrung heraus lebt, für den ist alles leicht und sehr einfach.
Wenn wir ganzheitlich bzw. holistisch sein wollen, müssen wir sowohl außen- orientiert (Alltag) wie innenorientiert (Spiritualität) sein können. Jegliche Zweiteilung kann aufgelöst werden, denn sie sind nicht zwei verschiedene Dinge. Nichts im Leben widerspricht sich. Alle sogenanten Widersprüche sind komplementär, ergänzen einander. Sie scheinen nur an der Oberfläche entgegengesetzt zu sein. Nichts ist gegen etwas, denn alles ist Ausdruck der einen Wirklichkeit. Wir können diese Wahrheit nur erkennen, wenn wir gelent haben, die Gegensätze unseres eigenen Lebens in Ergänzungen zu verwandeln (Synthese). Es liegt an uns, ob wir heil bzw. ganz werden und so unseren beiden Welten - und darüber hinaus - gerecht werden.
Da gibt es nicht viel zu verstehen!
Uns geht es hier um das Offensichtliche; es ist gar nicht kompliziert. Weil es nicht kompliziert ist, gibt es daran nicht viel zu verstehen; es kann aber von uns allen gelebt, erfahren werden.
Die Idee ist nicht verbal, logisch oder rational, sondern existenziell. Deshalb werden alle, die sie nur intellektuell verstehen wollen, missverstehen.
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