Sie sind hier:

Jahresprogramme

Artikel

Bilder

Begriffe

Mystiker

Albert Schweitzer

Erich Fromm

Friedrich Nietzsche

Gerhard Tersteegen

Hermann Hesse

Jiddu Krishnamurti

Ken Wilber

Leo Tolstoi

Martin Buber

Meister Eckhart

Novalis

OSHO

Paul Tillich

Rainer Maria Rilke

Richard Rohr

Sri Aurobindo

Willigis Jäger

Tagebücher der Hausgemeinschaft

Vortrag-CD's & Vortrag-DVD's bestellen

Suchen nach:

Allgemein:

Tagebuch

Aktuell

Referenten

Online-Anmeldung

Online-Bestellung

Kontakt

Impressum

Links

Haftungsausschluss

Gesamtübersicht der Seite


Ken Wilber (cropped version)

Datum Oct. 18, 2006, Urheber: Kanzeon Zen Center; Kenneth "Ken" Earl Wilber Jr. (* 31. Januar 1949 in Oklahoma City, Oklahoma) ist ein US-amerikanischer Philosoph und Autor zur Integralen Theorie. Er lebt und arbeitet in Denver.

Mit dem "Mythos des Gegebenen" ist die Überzeugung gemeint, dass die Welt, so wie sie in meinem Bewusstsein erscheint, so wie sie vorgegeben / vorhanden ist, dass diese Welt auf eine fundamentale und grundlegende Weise real ist, und dass ich daher meine Weltsicht darauf aufbauen kann, was immer sich in meinem Bewusstsein zeigt.

Ich sehe beispielsweise einen Felsen vor mir - ich betrachte ihn als real. Ich bin ärgerlich - ich betrachte diese Erfahrung als real. Doch der springende Punkt dabei ist der, dass, was auch immer sich unserem Bewusstsein zeigt, ist bereits in eine Reihe von kulturellen und vielen anderen Kontexten eingebettet, Kontexte, die unsere Wahrnehmungen interpretieren und konstruieren, längst bevor diese überhaupt in unser Bewusstsein eintreten.

Was wir also als real bezeichnen oder als gegeben annehmen, ist in Wahrheit konstruiert ? es ist Teil einer bestimmten Weltsicht.



Ken Wilber befasst sich mit der Zusammenführung von Philosophie, Wissenschaft und Religion, den Erfahrungen der Mystiker und der Meditation mit denen der modernen Forschung. Er gilt als einer der Hauptvertreter einer so genannten "Transpersonalen Psychologie", obwohl er sich von dieser seit längerem distanziert hat, weil Teile seiner Überlegungen nicht mehr mit dieser Richtung übereinstimmen (Siehe The Demise of Transpersonal Psychology). Da er die Wichtigkeit von Spiritualität betont, wird Wilber unzutreffenderweise oft auch dem New Age zugeordnet, obwohl er der New Age-Bewegung großenteils sehr kritisch gegenübersteht (In Boomeritis lässt er Margaret Carlton sagen, dass "'New Age an sich eine Mischung aus guter Kognitionspsychologie, emotionalem Narzissmus, prä-rationaler Magie und vollkommen missverstandenen mystischen Traditionen ist.'" In: Wilber, Ken: Boomeritis - Ein Roman, der dich befreit. Phänomen Verlag 2008, S. 375, ISBN 3-933321-69-7. Siehe auch ein Exzerpt seiner Gedanken über New Age, aus Grace and Grit (engl.)). Er selbst sieht sich als Protagonist des Integralen Denkens und als Vertreter einer post-postmodernen, postmetaphysischen und post-rationalen Spiritualität des Neo-Perennialismus (in Abgrenzung zur eigentlichen Philosophia perennis).

Wilbers Denken fußt auf den Ideen von Plotin, Meister Eckhart, Sri Aurobindo, des deutschen Idealismus, des Advaita Vedanta Hinduismus, des tibetischen Buddhismus, Jean Gebser, Jürgen Habermas, Jean Piaget, Lawrence Kohlberg, Teilhard de Chardin, Clare W. Graves, Alfred North Whitehead und vieler anderer. Er will die Stärken und Schwächen verschiedener weltanschau-licher und philosophischer Richtungen aufzeigen und einen theoretischen Rahmen entwickeln, in dem verschiedene Traditionen Platz haben. Deshalb trägt diese Denkrichtung die Bezeichnung Integrale Theorie.

Wilbers ca. 20 Bücher wurden großteils zu Bestsellern und wurden bisher in 30 Sprachen veröffentlicht.

Sein Hauptwerk ist das 1995 erschienene Eros Kosmos Logos (Originaltitel: Sex, Ecology, Spirituality). Darin befasst er sich im ersten Teil mit Systemtheorien, im zweiten mit Philosophiegeschichte. Dabei werden Grenzen zwischen Wissen-schaftszweigen überschritten, so dass teilweise auf Physik, Biologie, Soziologie oder Psychologie Bezug genommen wird. Zusätzlich fließen religiöse Gedanken und Elemente der Naturphilosophie in Wilbers Denken ein. Er bemüht sich, miteinander konkurrierende Denkschulen und Wissenschaftsdisziplinen zu versöhnen, um eine "Theorie von allem" (Theory of Everything) zu erstellen.




Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.